Waisenhaus

Wie überall in Afrika, gibt es auch in Kakamega viele Waisenkinder. Ihre Eltern starben oft an Malaria (weit verbreitet in Kakamega) oder auch an Aids. Zahlreiche davon haben nun im Neubau eine sichere Heimat gefunden.

     

Das Wohnhaus wurde aus Backsteinen errichtet, die von einem Selbsthilfeprojekt von Jugendlichen in der klassischen Lehmofentechnik hergestellt wurden.

                    

      

Ende 2014 leben dort 55 Kinder, bekommen zwei warme Mahlzeiten am Tag und gehen zum Unterricht in nah gelegene Schulen. Die neuen Betten sind für die Kinder die ersten Betten überhaupt in ihrem Leben und mit der Solaranlage begann eine neue Zeit, da in diesem Vorort Kakamegas damit zum allerersten Mal Strom und Licht zur Verfügung stehen.

             

Bei unserem Besuch im November 2014 konnten wir beobachten, wie gut sich die Kinder inzwischen eingelebt haben. Der neu angelegte Gemüsegarten, die Hühner und die gespendete Milchkuh, vor allem aber die offene Halle für gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten runden die Anlage ab, wie die Bilder zeigen.

Und bei jedem Besuch stehen neue Herausforderungen an. 2015 wurde das dringend benötigte, neue Küchenhaus fertig: Der Boden gefliest, prima zu putzen, zwei Feuer-stellen, ein Edelstahltisch zum Vorbereiten der Speisen, eine Kühltruhe und eine blitz-saubere Vorratskammer. Einfach wunderbar. Wir waren begeistert und die Köchinnen sind es auch.

2016 wurde gleich zu Beginn der funktionsuntüchtige Brunnen auf Vordermann gebracht, sodass er das so wichtige Wasser wieder zuverlässig liefert. Mit der Unterstützung eines hohen Verwaltungsbeamten,  Mr. Otieno, wird endlich auch die Wasserzuleitung aus dem öffentlichen Netz repariert, sodasss die ausreichende Wasserversorgung jetzt garantiert ist. Dazu kommt noch PAUL, unsere transportable Wasseraufbereitungsanlage, gespendet vom Lions-Club Rüdesheim, die die Wasserversorgung für das Waisenhaus weiter absichern soll. Auch die Solaranlage wurde ertüchtigt, allerdings dürften die Batterien weiterhin ein Schwachpunkt bleiben.

2017 folgte als nächstes „Großprojekt“ das neu zu bauenden Dusch- und Toiletten-gebäude auf dem Gelände. Parallel dazu wurde weiter am Abwasser- und Frisch-wassersystem des Hauptgebäudes gearbeitet. Auch an der Solaranlage war eine Reparatur erforderlich und der Rauchabzug des Küchenhauses musste ertüchtigt werden.

November 2018 wurden weitere Renovierungsarbeiten im Waisenhaus ausgeführt: das Reinigen der Dachrinne, das Ausbessern des Fußbodens, in dem große Löcher waren, und das Anbringen von Waschbecken auf einer Holzkonstruktion an der Hauswand. Zudem wurde die Versorgung mit Brauchwasser verbessert und dafür gesorgt, dass der spärliche Regen nicht nutzlos im Boden versickert.