{"id":6232,"date":"2014-01-15T12:30:34","date_gmt":"2014-01-15T11:30:34","guid":{"rendered":"http:\/\/impreza3.us-themes.com\/2015\/05\/15\/another-interesting-single-post\/"},"modified":"2022-11-04T14:54:45","modified_gmt":"2022-11-04T13:54:45","slug":"reise-kakamega","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quietway.de\/hilfezurselbsthilfe\/reise-kakamega\/","title":{"rendered":"Bericht \u00fcber die Reise nach Kakamega"},"content":{"rendered":"<p>Endlich ist ein bisschen Ruhe eingekehrt, Weihnachten und Neujahr sind vorbei. Diese Zeit m\u00f6chte ich nutzen, um \u00fcber die Reise nach Kakamega zu informieren.<\/p>\n<p>Dieses Jahr hatten wir zwei Begleiter, Herrn Franz Bils aus Bessenbach und Herrn Oliver Prelle aus Grevenbroich. Beiden sagen wir ganz herzlich<span class=\"apple-converted-space\">\u00a0<\/span><strong>\u201eDANKESCH\u00d6N\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Beim Anflug auf Nairobi sahen wir ein Lichtermeer, Nairobi schl\u00e4ft nie, aber der Verkehr ist um diese Zeit fast eingeschlafen. Wir wurden von einem kleinen Bus abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht \u2013 Kolping-Center. Ich hatte einen privaten Fahrer \u2013 meinen \u00e4ltesten kenianischen Sohn Godfrey. Bernadine hatte wie immer alles prima organisiert.<\/p>\n<p>Mittwochs fuhren Bernadine, Herr Bils und ich nach Kakamega, wir wurden schon von Bischof Julius zum Abendessen erwartet. Auch Mama Paulina und viele Nachbarn von Bischof Julius haben uns begr\u00fc\u00dft. Mama Paulina arbeitet seit 2010 im Waisenhaus und ist ein wichtiger Ansprechpartner.<\/p>\n<p>M\u00fcde, satt und mit einem unglaublichen Gl\u00fccksgef\u00fchl im Bauch fuhren wir in unsere Unterkunft, dort wartete Bernadines Familie und wir unterhielten uns bis sp\u00e4t in die Nacht.<\/p>\n<p>In Kenia steht man fr\u00fch auf. Kaum ist die T\u00fcre des Hauses ge\u00f6ffnet, kommen die ersten Besucher: Kinder aus der Nachbarschaft, Gilly und Austin. Die beiden sind jeden Tag zu Besuch und werden von uns verw\u00f6hnt, Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen und zwischendurch Obst, Saft, Wasser oder Tee und neue T-Shirts und Hosen.<\/p>\n<p>Dann gleich ins Waisenhaus, wo wir schon erwartet werden. Die Kinder stehen am Eingang mit gr\u00fcnen Zweigen in den H\u00e4nden und singen ein Willkommenslied f\u00fcr uns. Und alle strahlen um die Wette. Danach werden wir alle per Handschlag von den Kleinen begr\u00fc\u00dft, die gr\u00f6\u00dferen Kinder sind noch in der Schule, die in den n\u00e4chsten Tagen schlie\u00dft.<\/p>\n<p>Auf meinem Rundgang durch die R\u00e4ume f\u00fchle ich an jeder Hand mindestens 3 kleine Kinderh\u00e4nde. Auch den Frauen, die im Waisenhaus arbeiten und f\u00fcr Kochen, Waschen und Putzen zust\u00e4ndig sind, gilt unsere Aufmerksamkeit. Rose ist nicht mehr da, sie hat geheiratet und ist mit ihrem Mann in eine andere Stadt gezogen. Milicent ist ebenfalls nicht mehr da, daf\u00fcr lerne ich 3 neue Frauen kennen: Selestine, Fannis und Zaidah. Mit diesen 3 Ladies habe ich noch viel Spa\u00df.<\/p>\n<p>Wir besichtigen das neue Haus mit den 2 Schlafr\u00e4umen, Duschen und Toiletten \u2013 leer. Das wird sich sehr bald \u00e4ndern. Im Vorratsraum erwartet uns \u2013 nichts! Also auf zum Einkaufen. Alles wird gebraucht: Gem\u00fcse, Reis, Bohnen, Salz, Zucker, Tee, Eier, Tomaten, Zwiebeln, Kartoffeln und Obst. Wir fahren sofort in den \u201eMama-Watoto-Supermarket\u201c und schnappen uns einen Einkaufswagen und los geht\u2019s. Auf dem R\u00fcckweg stoppen wir auf Wunsch von Franz beim Gem\u00fcsemarkt. Franz m\u00f6chte Bananen kaufen f\u00fcr die Kinder. Der Bananenstand freut sich: 60 Bananen und das ohne viel zu handeln. Und am Nachbarstand gleich noch Tomaten, Zwiebeln, Kohl und Kartoffel. Dann noch schnell in den \u201eNakumat\u201c. Dort kaufen wir gr\u00f6\u00dfere Mengen an Lebensmitteln und 2 neue Putzeimer, Putzlumpen, Schrubber, B\u00fcrsten, Schw\u00e4mme und ganz viel \u201eMister Muscle\u201c. Und einen gro\u00dfen Sack Waschpulver.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck ins Waisenhaus und alles ausladen. Mama Paulina hatte in der Zwischenzeit Fleisch gekauft und aus dem K\u00fcchenhaus kommen schon die Rauchschwaden.<\/p>\n<p>Selestine und Zaidah sind \u00fcbergl\u00fccklich \u00fcber die Wasch- und Putzsachen. Eine Woche sp\u00e4ter kaufe ich die gleiche Menge Putzmittel noch einmal f\u00fcr die beiden Damen. Die W\u00e4nde im Waisenhaus sind mit abwaschbarer Farbe gestrichen und bei \u00fcber 50 Kindern, die t\u00e4glich zigmal rein- und herausrennen und nat\u00fcrlich auch die W\u00e4nde anfassen, kann man auf einer gewissen H\u00f6he die Farbe nur noch schwer erahnen. Doch am n\u00e4chsten Tag ist alles blitzeblank und wir loben die \u201ePutzteufel\u201c sehr.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag: Besuch beim katholischen Bischof Philip Sulemeti und Father Bede.<\/p>\n<p>Bernadine kennt in Kakamega viele Menschen und so auch die Dame an der Anmeldung. Nach kurzer Zeit d\u00fcrfen wir ins B\u00fcro zum Bischof. Wir sind gern gesehene G\u00e4ste aus Deutschland, Bischof Sulemeti kennt Deutschland aus seiner Studienzeit. Er hat Freunde in einem kleinen Dorf bei Aschaffenburg, kennt unsere Gegend und er spricht auch die deutsche Sprache. Aber wir unterhalten uns auf Englisch, nur manchmal l\u00e4sst er ein deutsches Wort einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wir haben ein Anliegen und er l\u00e4sst gleich Father Bede dazu rufen. Bischof Sulemeti und Father Bede haben f\u00fcr uns immer ein offenes Ohr und sind sehr hilfsbereit.<\/p>\n<p>Das B\u00fcro der katholischen Kirche ist mitten in Kakamega, neben der Kathedrale. Das h\u00f6rt sich jetzt nach einem Prachtbau an, aber die Kathedrale ist ein sehr offener Steinbau ohne Glasfenster und ohne Goldornamente. Der Wind kann also durch blasen, das ist bei 35 Grad und mehr bestimmt sehr angenehm. Ein Priester l\u00e4dt uns zum Tee ein und danach besuchen wir den Buchladen und treffen dort Bekannte von Bernadine.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg Gro\u00dfeinkauf f\u00fcr unsere Unterkunft. Wer auch immer von uns in der Stadt ist bringt Toastbrot, Wasser, Obst und Gem\u00fcse mit, und nat\u00fcrlich gibt es sehr oft Fisch vom Viktoriasee. Wir sind 4 in unserem Haus, aber abends sitzen immer mindestens 10 Personen am Tisch und ich bin froh, dass Jaqueline da ist. Bernadine und sie kochen, ich darf h\u00f6chstens mal Zwiebel oder Tomaten klein schneiden. Und dann der Abwasch \u2013 bin ich froh \u00fcber meine Sp\u00fclmaschine zu Hause.<\/p>\n<p>Bernadine organisiert sehr viele Angelegenheiten mit den Sch\u00fclern und Studenten, den ganzen Tag geht das Telefon und sie flitzt hierhin und dorthin. Die Sch\u00fcler bringen ihre Zeugnisse und Informationen \u00fcber das kommende Schuljahr. Die Schulgeb\u00fchren m\u00fcssen im Voraus gezahlt werden. So viel Bargeld kann man nicht einstecken. Unsere Kassenwartin Mathilde schickt uns Geld, also wieder rein nach Kakamega.<\/p>\n<p>Jetzt ist auch Godfrey aus Nairobi angereist, er leiht sich von einem Freund ein Auto und wir haben einen Fahrer. Godfrey f\u00e4hrt ausgezeichnet und kennt sich in Kakamega bestens aus.<\/p>\n<p>Und dann werden die neuen Betten f\u00fcr den Neubau im Waisenhaus angeliefert. 12 Etagenbetten wurden von Frankline gebaut mithilfe seiner fr\u00fcheren Kollegen. Und der Chef der Schreinerschule hatte die R\u00e4umlichkeiten und Maschinen zur Verf\u00fcgung gestellt und den Transport organisiert. Wir mussten nur das Material bezahlen. Die Betten werden vor Ort noch einge\u00f6lt und in die Schlafr\u00e4ume gebracht.<\/p>\n<p>2 Tage sp\u00e4ter kommen die neuen Matratzen, Bettlaken und Decken. Z\u00e4he Verhandlungen gingen da voraus. Wir hatten im Supermarkt schon mal die Preise angeschaut. Viel zu teuer, also auf den Markt. Dort hatten wir vor 2 Jahren schon mal Matratzen gekauft. Auf dem Weg dorthin bei diversen Gesch\u00e4ften schon mal gehandelt, aber alles zu teuer.<\/p>\n<p>In \u201eunserem\u201c Shop beginnen die Verhandlungen, dazwischen kommen andere Kunden, die bedient werden. Es ist \u00fcber 30 Grad und nach 1 Stunde fange ich an zu dr\u00e4ngeln. Endlich gibt es ein f\u00fcr uns gutes Ergebnis, Bernadines Verhandlungsgeschick ist einfach super. Jetzt geht es von vorne los \u2013 was kosten die Laken und was die Decken? Wir waren bestimmt 3 Stunden im Gesch\u00e4ft und die Chefin des Ladens muss s\u00e4mtliche Kollegen anrufen, um die bestellten Matratzen liefern zu k\u00f6nnen. Aber es ist f\u00fcr sie bestimmt auch ein sehr guter Tag. Wann verkauft man denn schon mal 36 Matratzen und Decken und und und?<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag: ich fahre mit Franz, Jaqueline und Frankline zum Materialeinkauf f\u00fcr die Wasserleitung. Bernadine hat andere Verabredungen, sonst schaffen wir unser Pensum nicht.<\/p>\n<p>Materialeinkauf f\u00fcr eine Wasserleitung, wer kennt da schon die englischen Begriffe? Ich jedenfalls nicht. Manchmal bin ich versucht, meinen Mann anzurufen, er spricht perfekt Englisch, ist Handwerker, ist aber nicht dabei in Kenia. In Kakamega gibt es keinen Toom-Markt, BayWa oder Bauhaus. Dort geht man in ein Gesch\u00e4ft, steht vor einem Tresen und sagt, was man m\u00f6chte,wenn man kann. Wir standen bald hinter dem Tresen, Franz und ich. Gott sei Dank kann Franz gut zeichnen. Mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen, viel Lachen und den Zeichnungen von Franz waren wir nach ca. 3 Stunden mit unseren Bestellungen durch. Der Schraubstock wurde in Mombasa bestellt, da nur die gro\u00dfe Ausf\u00fchrung vor Ort war und die war uns einfach zu teuer.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Vormittag ist der Schraubstock mit dem Bus angekommen. Franz kann es nicht fassen, so viele Kilometer und das mit dem Bus. Jetzt brauchen wir noch eine Verl\u00e4ngerungsschnur, also ab ins n\u00e4chste Gesch\u00e4ft. Dort empf\u00e4ngt mich eine Elektrikerin. Das Kabel wird zus\u00e4tzlich angefertigt und wieder muss ich erkl\u00e4ren, wof\u00fcr ich das brauche wegen der St\u00e4rke des Kabels. Schwierig. Trotzdem klappt es.<\/p>\n<p>Eric reparierte inzwischen die Solaranlage des Waisenhauses und legt Stromleitungen in alle Zimmer. Er hat zwei flei\u00dfige Helfer dabei. Als wir zur\u00fcck nach Nairobi fuhren, hatte jedes Zimmer, die Duschen und Toiletten Licht. F\u00fcr uns hier alles selbstverst\u00e4ndlich, aber nicht in Kenia.<\/p>\n<p>Endlich eine Wasserleitung f\u00fcr das Waisenhaus: Frankline und John haben vor unserem Besuch beim Wasseramt angemeldet, dass wir eine Wasserleitung legen wollten. Ein paar junge M\u00e4nner sind auch organisiert, die die Erde aufbuddeln. Es muss nicht tief sein, in Kakamega gibt es keinen Nachtfrost. Die Wasserleitung liegt in einem Tag und der Mann vom Wasseramt baut einen Z\u00e4hler ein. Jetzt geht niemand mehr zum Fluss und holt Wasser. Das Wasser aus den Regentanks kann zum W\u00e4schewaschen genommen werden. Niemand bekommt im Waisenhaus Typhus oder Cholera.<\/p>\n<p>Franz zeigt John und zwei jungen M\u00e4nnern, wie die Bohrmaschine funktioniert und bohrt die ersten L\u00f6cher f\u00fcr die Wasserleitung. Und er erkl\u00e4rt in deutscher Sprache, wie man die Rohre verlegt. Und die Verst\u00e4ndigung klappt irgendwie. Die M\u00e4nner fragen auf Suaheli, Franz antwortet in Deutsch. Nach zwei Tagen hei\u00dft es: Wasser marsch. Wir sind begeistert und die Kinder ebenso.<\/p>\n<p>Jetzt ist auch Oliver angekommen, er fuhr mit dem Motorrad von Nairobi nach Kakamega. Unterwegs \u00fcbernachtete er in Nakuru bei Ruth und mit Hilfe von Henry, unserem Fahrer, fand er auch den Weg aus Nakuru wieder heraus Richtung Kisumu und dann nach Kakamega. Oliver spendete vor 3 Jahren eine Wasserpumpe, die m\u00f6chte er sehr gern in Aktion sehen. Vor Ort f\u00fcllt er eine Flasche Wasser ab, die mit nach Deutschland zur\u00fcckfliegt. Dann macht er sich f\u00fcr einige Tage auf und erkundet die n\u00e4here Umgebung. Oliver ist begeistert von der Landschaft und den Menschen.<\/p>\n<p>Und dann ist der Tag da, an dem er sein Motorrad dem Waisenhaus bzw. unserem Verein \u00fcbereignet. Vor den Waisenkindern steht das Motorrad und Oliver \u00fcbergibt Bernadine den Schl\u00fcssel. Wir fotografieren wie wild. Mit dem Motorrad kann schnell ein krankes Kind in das n\u00e4chste Krankenhaus gefahren werden, schneller als mit dem Auto bei den tiefen L\u00f6chern in der Stra\u00dfe. Oder Lebensmittel transportiert werden. Das ist schon ein gro\u00dfer Fortschritt.<\/p>\n<p>Als N\u00e4chstes kommen Ferdinand von der Slow Food Organisation und Oscar: Sie legen auf dem Waisenhausgel\u00e4nde einen Garten an. Das Gel\u00e4nde hatten sie schon vorher besichtigt und vermessen und einen Plan gezeichnet. Ruck zuck, ist umgegraben und es stehen kleine Kisten mit Pfl\u00e4nzchen bereit. Die Kinder staunen.<\/p>\n<p>Am zweiten Tag sind wir alle nachmittags versammelt und Bernadine pflanzt ein Avocadob\u00e4umchen mit Segensw\u00fcnschen. Dann darf ich ein B\u00e4umchen pflanzen. S\u00fc\u00dfe Bananen und Kochbananen, S\u00fc\u00dfkartoffel, irische Kartoffel, Kohl, Sukumawiki und viele andere einheimische Gem\u00fcsesorten finden ihren Platz. Ferdinand informiert alle, dass die ersten Gem\u00fcsesorten in zwei Monaten geerntet werden k\u00f6nnen. Unglaublich, ich bin sehr gespannt auf meinen Besuch im November 2014.<\/p>\n<p>Als die Schule geschlossen ist, bringen wir die mitgebrachte Kleidung ins Waisenhaus. Auch Franz und Oliver haben Kleidung f\u00fcr uns transportiert. Im Waisenhaus wird der gro\u00dfe Tisch ins Freie getragen und dann packen wir aus und sortieren. Die Kinder sind kaum zu b\u00e4ndigen. Jedes Kind bekommt T-Shirts, Hosen, R\u00f6cke oder Kleider. Auch Sandalen haben wir dabei, zu wenige. Sandalen kommen gleich auf die Einkaufsliste und Jacinta sagt mir auch, wo wir einkaufen k\u00f6nnen und dass es dort g\u00fcnstiger ist als im Supermarkt.<\/p>\n<p>Einige Waisenkinder haben Paten und wir \u00fcbergeben kleine Geschenke, Briefe und Bilder. Jasmy liest den kleineren Kindern die Briefe vor und schreibt auch kleine Dankesbriefe zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Jasmy bekommt auch einen Brief, Foto der Paten und ein Buch. Sie sitzt auf ihrem Bett und liest den Brief und sie strahlt. Sie ist das \u00e4lteste M\u00e4dchen, 16 Jahre und immer hilfsbereit und sehr flei\u00dfig. Immer sieht man sie helfen beim W\u00e4schewaschen, die Kinder duschen, beim Kochen helfen. Jasmy hat die Primary School beendet und wartet auf die Noten. Die Noten entscheiden, auf welche Secondary School sie dann gehen kann oder ob sie eventuell ein Stipendium bekommt.<\/p>\n<p>Ein Besuch im Kakamega-Forest sollte jeder machen, der in die Gegend kommt. Das bedeutet sehr fr\u00fch aufstehen, um den Sonnenaufgang auf einem H\u00fcgel zu genie\u00dfen. So eine Tour geht nur mit einem Guide. Franz, Oliver, Frankline und Jaqueline haben Gl\u00fcck und k\u00f6nnen einen deutsch sprechenden Guide buchen. Die vier kommen erst nachmittags zur\u00fcck und Franz hat sehr viele wunderbare Fotos mitgebracht.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird nicht nur gearbeitet, abends fahren wir auch mal in ein Restaurant und lassen uns dort verw\u00f6hnen. Manchmal haben wir Gl\u00fcck und es gibt sogar Livemusik.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich sind die Abende in unserem Haus aber eigentlich die sch\u00f6nsten. Die Nachbarkinder sind da und wir albern mit ihnen herum. Bernadine\u2019s Mama unterh\u00e4lt sich mit einer der Nachbarinnen, Jaqueline und Jacinta k\u00f6cheln, Freunde kommen zu Besuch und bringen als Gastgeschenk ein Huhn mit. 4 neue H\u00fchner hat Frankline jetzt in seinem H\u00fchnerstall. Ich habe Zeit und kann mich mit meinen Patens\u00f6hnen unterhalten und erfahren, was sie alles erlebt haben im vergangenen Jahr und was sie planen.<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte noch viel mehr schreiben. Von der Herzlichkeit und Offenheit der Menschen. \u201eWie lange bleibst Du und wann kommst Du wieder\u201c werde ich gefragt. 3 Wochen sind viel zu kurz, ein paar Tage sind wir ja auch immer in Nairobi, um Kunsthandwerk einzukaufen. Auch dort haben wir Freunde, die wir treffen und uns zum Essen einladen. Flora besuchte uns mit allen Kindern in unserer Unterkunft. Wir wohnten bei meinem ersten Besuch in Nairobi bei Floras Familie und ich erkenne immer noch alle: Alan, Anita, Agatha, Alexia, Andrew, Angela und Alfons. Es ist ein fr\u00f6hliches Wiedersehen, ich bekomme ein paar neue Ohrringe und eine selbst gebastelte Weihnachtskarte.<\/p>\n<p>An unserem letzten Tag in Kakamega sind meine Patens\u00f6hne wie jeden Tag schon zum Fr\u00fchst\u00fcck da. Die letzten Sachen schnell noch in eine Tasche oder Koffer, noch ein paar Fotos mit den drei jungen M\u00e4nnern und die Tr\u00e4nen weggedr\u00fcckt. Die Nachbarkinder Gilly und Austin sind gekommen, John, Maurice und seine beiden S\u00f6hne sehen ganz traurig aus und verabschieden sich auf Deutsch von mir. Sie haben jeden Tag ein paar W\u00f6rter gelernt und wir werden den Unterricht beim n\u00e4chsten Besuch fort f\u00fchren.<\/p>\n<p>Bernadines Mama betet und segnet das Auto, das uns nach Nairobi bringt. Meine Jungs und ich dr\u00fccken uns ganz fest und dann flie\u00dfen doch die Tr\u00e4nen. Ich freue mich auf mein Zuhause und w\u00e4re doch so gern geblieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich ist ein bisschen Ruhe eingekehrt, Weihnachten und Neujahr sind vorbei. Diese Zeit m\u00f6chte ich nutzen, um \u00fcber die Reise nach Kakamega zu informieren. Dieses Jahr hatten wir zwei Begleiter, Herrn Franz Bils aus Bessenbach und Herrn Oliver Prelle aus Grevenbroich. Beiden sagen wir ganz herzlich\u00a0\u201eDANKESCH\u00d6N\u201c. 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