{"id":6514,"date":"2016-11-18T17:24:29","date_gmt":"2016-11-18T16:24:29","guid":{"rendered":"http:\/\/quietway.de\/hilfezurselbsthilfe\/?p=6514"},"modified":"2022-12-16T11:25:36","modified_gmt":"2022-12-16T10:25:36","slug":"reise-kakamega-bericht-2015-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quietway.de\/hilfezurselbsthilfe\/reise-kakamega-bericht-2015-2-2\/","title":{"rendered":"Reiseberichte 2016"},"content":{"rendered":"<p>6.11.2016<br \/>\nWir treffen uns mit jede Menge Gep\u00e4ck in Form von Kleidungsst\u00fccken f\u00fcr die Kinder und vielen anderen n\u00fctzlichen Dingen am Flughafen in Frankfurt. Die \u201eNeulinge\u201c Thomas, Barbara, Tony, Marco und ich sind sehr gespannt, was uns die n\u00e4chsten Tage so alles erwarten wird. F\u00fcr Sybilla und Bernadine sind die Reisen nach Kakamega ja mittlerweile schon Routine. Die erste kleine Herausforderung ist PAUL, unsere transportable Wasseraufbereitungsanlage, gespendet vom Lions-Club R\u00fcdesheim. Ihn gilt es sicher und m\u00f6glichst zollfrei bis zu unserem Ziel, dem Waisenhaus in Kakamega, zu bringen. Nachdem s\u00e4mtliches Gep\u00e4ck aufgegeben wurde, starten wir p\u00fcnktlich gegen 11:15 Uhr unseren Flug nach Nairobi. \u00dcber \u00d6sterreich, Italien und die \u201eBalkanroute\u201c immer am Mittelmeer entlang, erreichen wir \u00fcber \u00e4gyptischem Staatsgebiet schlie\u00dflich den afrikanischen Kontinent. Ab hier fliegen wir dann immer l\u00e4ngs des Nils \u00fcber den Sudan und erreichen schlie\u00dflich Kenya und unseren Zielflughafen Nairobi. Bernadine, v\u00f6llig ersch\u00f6pft von den tage- und n\u00e4chtelangen Vorbereitungen f\u00fcr unsere Reise, hat fast den ganzen Flug verschlafen.<br \/>\nNachdem wir ohne Probleme unsere Visa erhalten haben, gilt es jetzt, unseren Begleiter PAUL und die anderen Sachen zollfrei nach Kenya einzuf\u00fchren. Hier sind nun Bernadines Verhandlungsgeschick und die von Ihr erstellte englische Projektbeschreibung gefragt. Nach einer ausgiebigen Diskussionsrunde erweist sich die Dame vom Zoll aber doch als sehr entgegenkommend und verst\u00e4ndnisvoll und l\u00e4sst uns mit all dem vielen Gep\u00e4ck und PAUL ohne jegliche weitere Kontrollen passieren. Bernadine f\u00e4llt ein Stein vom Herzen! Vor dem Flughafen werden wir bereits von Ben und dem Leiter des Kolping Conference Centrum Langata mit einem Minibus erwartet. Da dieser eine Bus f\u00fcr alle Personen und das ganze Gep\u00e4ck nat\u00fcrlich viel zu klein ist, wird schnell ein zweiter besorgt und wir treten unsere turbulente, n\u00e4chtliche Fahrt durch Nairobi an. In der Unterkunft angekommen, sind wir alle doch ziemlich m\u00fcde von der langen Anreise und gehen auch recht bald zu Bett.<\/p>\n<p>07.11.2016<br \/>\nNach einem ausgiebigen und sehr guten Fr\u00fchst\u00fcck begeben wir uns auf den Weg Richtung Innenstadt von Nairobi. Zuvor machen wir aber noch einem Abstecher in das Elefanten-Waisenhaus ganz in der N\u00e4he. Wir d\u00fcrfen miterleben, wie Elefantenbabies und Elefantenkinder mit riesigen Milchflaschen gef\u00fcttert werden. Die Tiere f\u00fchlen sich sichtlich wohl und bieten uns ein herrlich am\u00fcsantes und kurzweiliges Programm aus Raufereien und Schlammb\u00e4dern. Begeistert von diesem wundersch\u00f6nen Naturerlebnis geht es nun weiter in die pulsierende Hauptstadt Kenyas. In verschiedenen Gesch\u00e4ften besorgen Bernadine und Sybille viele kleine Mitbringsel, die sp\u00e4ter durch Quiet Way bei verschiedenen Anl\u00e4ssen zum Verkauf angeboten werden sollen. Auch wir anderen finden wundersch\u00f6ne kleine Souvenirs f\u00fcr zu Hause. Wir schlendern noch durch die Stadt und genie\u00dfen den Tag bei Kaffee, Kakao, Eis und Kuchen in einer kleinen Bar. Den Abend verbringen wir dann zusammen mit unseren Gastgebern und Freunden von Bernadine in einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen kenyanischen Restaurant. Wir genie\u00dfen zwar das k\u00f6stliche Essen, erleben aber auch zum ersten Mal den krassen Gegensatz von \u00dcberfluss und dem N\u00f6tigsten zum Leben, der dieses wundersch\u00f6ne Land so entscheidend pr\u00e4gt. Wir haben viel Spa\u00df und erleben einen unvergesslichen Abend.<\/p>\n<p>08.11.2016<br \/>\nWir stehen fr\u00fch auf und treten gleich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck unsere \u00dcberlandfahrt nach Kakamega an. Von Nairobi aus geht es zun\u00e4chst Richtung Nakuru. Beim Durchfahren von kleineren Ortschaften sehen wir, dass das Leben in Kenya oft direkt an der Stra\u00dfe stattfindet. Irgendwie scheinen alle Menschen entweder zu Fu\u00df oder mit diversen Fahrzeugen unterwegs zu sein. Am Stra\u00dfenrand gibt es viele kleine L\u00e4den, in denen Obst, Gem\u00fcse und andere Dinge des t\u00e4glichen Lebens angeboten werden. Wir kommen zwar nicht besonders schnell, aber stetig voran und erreichen bald das Rift Valley. Hier hat die Natur eine beeindruckende Landschaft in Form einer Tiefebene, eingefasst in Bergketten, geschaffen. Wir erleben faszinierende Eindr\u00fccke im weiteren Verlauf unserer Reise. Wegen einer Reifenpanne werden wir dann kurz ausgebremst. Nach ca. einer Stunde ist aber der schlechte Reifen gegen einen rein optisch eigentlich noch schlechteren Reifen ausgetauscht und wir k\u00f6nnen unsere Fahrt fortsetzen. Die Stra\u00dfen sind mal ganz gut, aber auch oft schotterpisten\u00e4hnlich und gef\u00fchlt tausende von Speedbrakern sch\u00fctteln uns ordentlich durch. Wir durchfahren Teeanbaugebiete und viele h\u00fcgelige Landschaften. Nach ca. 11 Stunden Fahrt erreichen wir dann, etwas hinter unserem Zeitplan, unser Ziel Kakamega. Die Stadt pr\u00e4sentiert sich uns als sehr pulsierend und als Dauerbaustelle in rotem Staub. An unserer Unterkunft im Schwesternkonvent angekommen, sind wir doch ziemlich geschlaucht von der langen Fahrt. Wir beziehen sehr sch\u00f6nen Zimmer und genie\u00dfen noch ein leckeres Essen. Danach ist nur noch Schlafen angesagt!<\/p>\n<p>09.11.2016<br \/>\nGleich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir \u00fcber die, laut Sybilla und Bernadine, leider seit langem so beschaffene Schlaglochpiste zum Waisenhaus. Dort werden wir bereits sehns\u00fcchtig und mit einer unbeschreiblichen Herzlichkeit empfangen, die sich kaum in Worte fassen l\u00e4sst. Jeder von uns bekommt eine Rose und die Kinder singen ein wundersch\u00f6nes Begr\u00fc\u00dfungslied f\u00fcr uns. Bei einem ersten Rundgang schauen wir uns gespannt um und sammeln erste Eindr\u00fccke vom Leben im Waisenhaus. Zun\u00e4chst betrachten wir den so wichtigen und derzeit funktionsunt\u00fcchtigen Brunnen. Wir vermuten eine undichte Ansaugmechanik und, nachdem das System zerlegt und wieder richtig fest und dicht zusammengebaut ist, kommt auch gleich wieder das so wichtige Wasser. Nach diesem ersten kleinen Erfolg begutachten wir noch die Solaranlage auf dem Dach und im Geb\u00e4udeinneren. Hier sind allerdings mehr Aufwand und ein passender Wechselrichter erforderlich, um die Anlage wieder funktionst\u00fcchtig zu machen, sodass wir die Aufgabe zun\u00e4chst etwas nach hinten verschieben. Anschlie\u00dfend packen wir dann PAUL, die neue Wasseraufbereitungsanlage, aus. Auch seine Inbetriebnahme m\u00fcssen wir auf sp\u00e4ter verschieben, weil noch ein entsprechendes Holzgestell f\u00fcr die sichere Bedienung erforderlich ist. Die paar Schritte zum neuen Bildungshaus gehen wir zu Fu\u00df und wir werden von den Anwohnern dabei interessiert beobachtet und durch das Winken von vielen Kindern herzlich begr\u00fc\u00dft. Auch hier schauen wir uns zun\u00e4chst die erforderlichen Arbeiten an, planen den folgenden Tag und \u00fcberlegen, was an Material alles besorgt werden muss. Die von Bernadine zuvor geschickten Pakete sind alle angekommen und werden auch zum Teil schon ausgepackt. Alles ist heil angekommen, auch die PCs und sonstigen technischen Dinge. Danach sind wir dann noch bei Freunden von Bernadine zu Besuch und werden ebenso wie sp\u00e4ter wieder im Schwesternkonvent mit leckerem Essen verw\u00f6hnt.<\/p>\n<p>10.11.2016<br \/>\nWir fahren in die Innenstadt von Kakamega und kaufen Material f\u00fcr die Installation des Bildungshauses. Irgendwie scheinen alle gr\u00f6\u00dferen Gesch\u00e4fte von indischen Gesch\u00e4ftsleuten gef\u00fchrt zu werden. Nachdem wir alles beisammen haben, geht\u2019s gleich zur\u00fcck zur \u201eBaustelle\u201c und wir beginnen sofort mit der Elektroinstallation. Tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt werden wir dabei von Erick, dem Elektriker vor Ort, und vielen weiteren flei\u00dfigen Helfern. Bernadine, Sybilla und Barbara haben ebenfalls vielerlei Aufgaben zu erledigen. Einige Nachbarn des Bildungshauses beobachten gespannt unser Wirken. Abends werden wir wie gewohnt mit landestypischen Speisen verw\u00f6hnt.<\/p>\n<p>11.11.2016<br \/>\nDer Arbeitstag beginnt zun\u00e4chst mit dem Bau einer Feuerstelle, um den anfallenden Restm\u00fcll, der doch recht verstreut umherliegt, gezielt sammeln und entsorgen zu k\u00f6nnen. Wir bauen auch eine kleine Treppe am Zugang ins M\u00e4dchenhaus, um den schmalen Pfad etwas komfortabler zu gestalten. Danach geht\u2019s weiter mit den Installationsarbeiten am Bildungshaus. Sp\u00e4ter kommen die drei gespendeten K\u00fche und die sechs Ziegen, die Samson auf dem Markt in Kakamega erwerben konnte, am Waisenhaus an und werden mit bunten, von den Kindern gemalten Namensschildern getauft. Abends l\u00e4dt uns Mr. Chita, ein sehr netter, freundlicher und hilfsbereiter Inder, der Bernadine immer zuverl\u00e4ssig mit allem N\u00f6tigen versorgt, auf einen \u201eAbsacker\u201c ein.<\/p>\n<p>12.11.2016<br \/>\nIm Lauf des Tages schlie\u00dfen wir, bis auf einige Kleinigkeiten, die Elektroinstallation im Bildungshaus ab. Nun k\u00f6nnen die bereits gefertigten Tische und St\u00fchle in die entsprechenden R\u00e4ume gestellt werden. Nach einiger Zeit laufen bereits die aus Deutschland mitgebrachten PCs und auch die ein oder andere N\u00e4hmaschine macht schon ratternde Ger\u00e4usche. Wir machen etwas fr\u00fcher als sonst Feierabend und genie\u00dfen noch ein wohlverdientes Tusker, bevor wir zur\u00fcck zur Unterkunft fahren und ein sehr sch\u00f6ner und erfolgreicher Tag zu Ende geht.<\/p>\n<p>13.11.2016<br \/>\nEs ist Sonntag und wir lassen die Arbeit ruhen. Morgens gehen wir zur Hl. Messe in die St. Joseph Cathedrale. Wir d\u00fcrfen an einer fr\u00f6hlichen, mit viel Gesang umrahmten Feier teilnehmen und haben am Ende sogar die M\u00f6glichkeit, uns vorne am Alter einzeln kurz vorzustellen. Danach, organisiert durch Mr. Chita, haben wir die einmalige Gelegenheit, uns das Innere eines indischen Tempels anzusehen. Der Hausherr des Tempels erkl\u00e4rt uns viele interessante Dinge rund um das Geb\u00e4ude und die darin beheimatete Gemeinde. \u00dcber die Mittagszeit besuchen wir ein Ferien-Resort, das leider dem Zerfall preisgegeben ist, da es schlicht und ergreifend am falschen Ort gebaut wurde und dadurch keine Besucher und G\u00e4ste anzieht. Lediglich das Schwimmbad lockt viele junge Leute an. Im Anschluss setzen wir unser Tagesprogramm mit einem Besuch beim sich bereits in Rente befindlichen Bishop Sulumeti fort. Der Bishop empf\u00e4ngt uns herzlich auf seinem Altersruhesitz und zu den gereichten Getr\u00e4nken d\u00fcrfen wir sogar deutsche Stimmungslieder wie \u201eEin Prosit\u201c und \u201eDem Spender sei\u2026.\u201c zum Besten geben, was den Bishop sichtlich begeistert. Der weitere Tagesverlauf ist durch den Besuch einer Au\u00dfenstelle und dem Hauptsitz des Konvents, in dem wir untergebracht sind, gepr\u00e4gt. Wir werden wie gewohnt \u00fcberall herzlich empfangen und Bernadine trifft viel alte Bekannte.<\/p>\n<p>14.11.2016<br \/>\nZun\u00e4chst besuchen wir den amtierenden Bishop der Di\u00f6zese, zu der Kakamega geh\u00f6rt. Er freut sich \u00fcber unsere Anwesenheit, bedankt sich f\u00fcr unser Engagement und bietet uns, falls Bedarf besteht, seine Hilfe an. Arbeitstechnisch beginnt der Tag mit kleineren Erg\u00e4nzungsarbeiten an der Elektroinstallation im Bildungshaus, um den Sicherheitsstandard zu erh\u00f6hen, ich sage nur: Schutzleiter! Sp\u00e4ter schauen wir uns nach einer Mehrzweckmaschine f\u00fcr die Schreinerwerkstatt um. Der Ladenbesitzer erweist sich als schwieriger Verhandlungspartner und au\u00dferdem gibt es Probleme bei der Inbetriebnahme der Maschine, sodass wir zun\u00e4chst vom Kauf absehen, wohl wissend, dass die Maschine eigentlich ideal in die Schreinerwerkstatt passen w\u00fcrde und besagter H\u00e4ndler der einzige in n\u00e4herer Umgebung ist.<\/p>\n<p>15.11.2016<br \/>\nMorgens schauen wir in einem speziellen Laden nach Ersatzteilen f\u00fcr die Solaranlage im Waisenhaus. Es gibt aber nur gebrauchte Komponenten, die wir nicht kaufen m\u00f6chten. Im Bildungshaus machen wir uns nun daran, die mitgebrachten technischen Ger\u00e4te mit kenianischen Anschl\u00fcssen auszustatten. Bernadine, Sybille und Barbara sind, wie immer eigentlich, mit umfangreichen organisatorischen Aufgaben und vielem mehr besch\u00e4ftigt. Zwischendurch gilt es noch, Goddys Auto wieder gangbar zu machen, denn die zur Verf\u00fcgung gestellten Fahrzeuge sind \u00fcberaus wichtig f\u00fcr unsere vielen Jobs. Nachmittags arbeiten wir dann wieder am Waisenhaus an der dortigen Installation. Eigentlich sollte diese mal komplett erneuert werden, was aber vom Aufwand her ein eigenes umfangreiches Projekt darstellt. Den sp\u00e4ten Abend verbringen wir dann wieder im Haus von Bishop Sulumeti. Es gibt k\u00f6stliches Essen und wir haben bei Tusker, s\u00fcdafrikanischem Rotwein und lebhaften Diskussionen \u00fcber allerlei Themen einen entspannten Abend.<\/p>\n<p>16.11.2016<br \/>\nFast der komplette Vormittag vergeht durch das Warten auf den neuen Wechselrichter f\u00fcr die Solaranlage. Zwischendurch schauen wir nochmal beim H\u00e4ndler der Schreinereimaschine vorbei, um uns die Fehlerursache f\u00fcr die fehlgeschlagene Erstinbetriebnahme zeigen zu lassen. Da das Problem eindeutig zu lokalisieren ist, beschlie\u00dfen wir, die Maschine demn\u00e4chst doch zu kaufen, beim Preis \u201emuss halt noch was gehen\u201c. Nachmittags wird dann die Solaranlage wieder funktionst\u00fcchtig gemacht, allerdings d\u00fcrften die Batterien weiterhin ein Schwachpunkt bleiben. Am Bildungshaus findet derweil ein Tag der offenen T\u00fcr statt. Mit einigen G\u00e4sten und den Kindern wird ein fr\u00f6hliches Einweihungsfest gefeiert, bei dem sich alle Besucher ein Bild von der Ausstattung und Funktionalit\u00e4t des neuen Bildungshauses machen k\u00f6nnen. Wieder zur\u00fcck in unserer Unterkunft, bereitet uns Mr. Chita trotz anhaltendem Stromausfall ein k\u00f6stliches Mal nach einem Rezept aus seiner Heimat Indien. Nach dem Essen sitzen wir noch gem\u00fctlich zusammen und Thomas spielt mit der Gitarre einige Lieder mit Gesang, was den Abend zu einem unvergesslichen Ereignis werden l\u00e4sst!<\/p>\n<p>17.11.2016<br \/>\nUnser vorerst letzter Tag in Kakamega bricht an. Wir besuchen vormittags die Stadtverwaltung wegen der seit langem defekten Wasserleitung zum Waisenhaus, erhalten aber nur sehr vage Unterst\u00fctzungszusagen. Anschlie\u00dfend kaufen wir noch nach z\u00e4hen Verhandlungen die Schreinermaschine f\u00fcr das Bildungshaus. Am Sitz der Welt-Hunger-Hilfe treffen wir zuf\u00e4llig auf Ruth, die Bernardine \u00fcber ihre Organisation, die GIZ, zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung zusagt. Was f\u00fcr eine gl\u00fcckliche F\u00fcgung, wir waren einfach mal zur rechten Zeit am rechten Ort! Am Waisenhaus wird schlie\u00dflich noch PAUL in Betrieb genommen und in seinem neuen Gestell fest verbaut. Die Kinder helfen uns begeistert beim ersten Bef\u00fcllen. Am Bildungshaus werden noch abschlie\u00dfende Arbeiten gemacht, die Schreinermaschine wird angeliefert und erstmalig von Franklin eingeschaltet. Der Abschied von den Kindern des Waisenhauses f\u00e4llt schon ziemlich schwer und deshalb flie\u00dft auch die ein oder andere Tr\u00e4ne. Die Kinder singen uns ein wundersch\u00f6nes Lied und umarmen uns ein letztes Mal ganz herzlich.<br \/>\nF\u00fcr den Abend laden wir dann alle unsere unmittelbaren Helfer zum Essen ein. Wir kochen wieder ohne Strom ein europ\u00e4isches Gericht, Spaghetti mit Tomatenso\u00dfe, und verbringen gemeinsam einen sehr stimmungsvollen Abend, untermalt mit Liedern, die Thomas auf der Gitarre spielt. Es wird getanzt und viel gelacht, alle haben trotz Abschiedsstimmung viel Freude an dem kleinen Fest. Wir erhalten alle noch ganz herzliche und liebe Briefe, die unsere gemeinsame Sache nochmals in einer warmherzigen Sprache beschreiben!<\/p>\n<p>Tony, Thomas, Barbara und ich treten nun die Heimreise an, Sybilla und Bernardine bleiben noch einige Zeit l\u00e4nger. F\u00fcr die beiden gibt es bis zu ihrer eigenen Abreise noch eine Menge wichtiger Dinge zu erledigen.<br \/>\nMit vielen unvergesslichen Momenten, unz\u00e4hligen bleibenden Eindr\u00fccken und vielen neuen, wertvollen Freundschaften im Gep\u00e4ck erreichen wir dann auch bald wohlbehalten unsere Heimat.<br \/>\nWie erw\u00e4hnt, sind ja Sybilla und Bernardine noch etwas l\u00e4nger als wir in Kakamega geblieben und was soll ich sagen, die beiden haben doch tats\u00e4chlich noch was wirklich Tolles erreicht. Nachdem Sie im Nakumat-Einkaufszentrum den County Commissioner Mr. Otieno getroffen haben, konnten Sie mit ihm einen Termin wegen der seit l\u00e4ngerem defekten Wasserzuleitung vereinbaren. Die beiden schildern ihm die Situation mit dem fehlenden Wasser am Waisenhaus und Mr. Otieno macht gleich mal richtig Dampf im daf\u00fcr zust\u00e4ndigen Wasseramt. Schlie\u00dflich r\u00fcckt ein mehrere M\u00e4nner starker Arbeitstrupp aus und schon nach kurzer Zeit ist eine neue Zuleitung f\u00fcr das Waisenhaus gelegt. Die vielen Sorgen wegen der unzureichenden Wasserversorgung des Waisenhauses d\u00fcrften nun im Zusammenspiel mit PAUL der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Es besteht sogar Hoffnung, dass sich am Zustand der Stra\u00dfen zum Waisenhaus was verbessert, das hat der Commissioner zumindest angedeutet.<br \/>\nNochmals Danke an die ganze Kakamega-Gruppe, alle Helfer vor Ort, aber ganz besonders an Bernardine und Sybilla f\u00fcr die hervorragende und stets sichere Organisation unserer Reise.<\/p>\n<p>Armin<br \/>\nM\u00f6mbris-K\u00f6nigshofen, im November 2016<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>6.11.2016 Wir treffen uns mit jede Menge Gep\u00e4ck in Form von Kleidungsst\u00fccken f\u00fcr die Kinder und vielen anderen n\u00fctzlichen Dingen am Flughafen in Frankfurt. Die \u201eNeulinge\u201c Thomas, Barbara, Tony, Marco und ich sind sehr gespannt, was uns die n\u00e4chsten Tage so alles erwarten wird. 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