
ASCHAFFENBURG Alexandra Kieser
Zum zweiten Mal fand die Benefiz-Kunstauktion am Dreikönigstag im Podium 30A statt. Ein wahres Fest für Kunstinteressierte, diverse Exponate zum erschwinglichen Preis zu erstehen. Eine ganz besondere Art von Kunst sorgten noch vor Beginn der Versteigerung so mancher Besucher. Denn sonst nur dem Urlaub bekannt, hatten Gäste auch hier diverse Stühle mit Schals und Tüchern reservierte, was einen sehr interessanten Anblick bot. Affenburger ausreichend Zeit, alle Werke eingehend zu begutachten. Punkt 13 Uhr Günther Bach und Jürgen äußerst sympathische und humorvolle Art gestalteten und souveran als Auktionatoren Wie gewohnt erfolgte die Veramerikanischen System – nach der Präsentation der einzelnen nummerierten Werke wird in Zehner-Schritten und per Handzeichen geboten. Also, vorsichtig sein, wem man heute zuwinkt, das könnte teuer werden scherzte Roth. Wohltätigkeit Neben der Freude an Kunst steht bei dieser Auktion die Wohltätigkeit im Vordergrund. So gehen zwei Drittel der Einnahmen an den Aschaffenburger Verein Grenzenlos, ebenso ein Teil der nicht Kunstwerke. Ein Drittel kommt Quiet Way für sein karitatives Wirken in Kakamega (Kenia) zugute. Oberbürgermeister Jürgen Herzing (SPD) plädierte an dieser Stelle auch dafür, dass andere Länder Verantwortung übernehmen.
Auch die Bekämpfung der Kinderarmut sei ein wichtiges Thema. Traurigerweise ist Aschaffenburg diesbezüglich landesweiter Negativ-Spitzenreiter. Eine Skulptur aus Alabastergips des Aschaffenburger Künstlers Matthias Braun war besonders beliebt und erzielte bei der Auktion 280 Euro. Fotos: Amin Lerca Traditionsgemäß eröffnete die Auktion mit der Versteigerung eines von Bildhauer Konrad Franz gestifteten Apfels. War es vergangenes Jahr eine Birne, stand heuer beides in Form zweier klei- PODI 30A EARM 101 X0037 Auktionator Jürgen Roth mit einem Lichtenstein Druck, der bei der Auktion in Aschaffenburg 60 Euro erzielte. ner Holzexponate zum Gebot, von 50 Euro welche für 60 Euro ihre Besitzer fanden. 130 Kunstwerke Insgesamt 130 Kunstwerke kamen an diesem Nachmittag unter den Hammer, darunter zahlreiche Drucke, Aquarelle, Skulpturen, Radierungen und so manches mehr. Verschiedenste Motive und Stilrichtungen boten dabei für jeden Geschmack dasPassende. Lediglich zehn Kunstobjekte erhielten kein Gebot, von denen ein Teil dem Verein Grenzenlos gespendet wird, der andere wartet dann im nächsten Jahr auf eine zweite Chance. Unter der Aktionsware: Beispiel ein Aquarell von Elisabeth Dering (1921-19979). die Skulptur »Zweisamkeit« von Podiumsmitglied Walter Roppert Gemälde von Alfred »Ali« Rüdinger. Das erste zweistellige Gebot erhielt das farbenfrohe Gemälde »Zwei rote Damen«, welches für 100 Euro erstanden wurde. Der hiesige Künstler Helmut Massenkeil war an diesem Tag gleich mit mehreren Exponaten vertreten. Als sehr begehrt erwies sich die Skulptur Kopf in Alabastergips von Matthias Braun, die es auf 280 Euro schaffte.
Telefon-Gast Mit einem Augenzwinkern wurde ein am Telefon zugeschalteter, internationaler Mitbieter angekündigt. Derzeit auf Mallorca verweilend, machte Podiumsmitglied Mike Joachimi unter anderem Jagd auf Holzfigur Dorox von Wolfgang Aulbach. Angesetzt bei 70 Euro, stieg Joachimi jedoch bei 250 Euro aus, die Figur ging schließlich für 300 Euro an einen Bieter. Bei einem aus einer Sammlungsauflösung stammenden Konvolut diverser Puppen und Marionetten aus China, Indonesien und Italien schlug der Telefonbieter schließlich mit 230 Euro zu. Für Lacher konnte Heinz Bauer sorgen, als er im Safari-Look ein Konvolut aus drei Arbeiten mit Aquarellkreide von Ernst Heims (1886-1922) auf das Podium brachte. In der Kolonialzeit entstanden, halten sie auf Aquarellkreide Teile der afrikanischen Tierwelt fest. Besondere Highlights waren ein
»Kopf auf Kirschbaum von Matthais Braun, der für 300 Euro ersteigert wurde sowie ein Trio von Chagall Drucken, das mit 400 Euro den Höchstpreis an diesem Nachmittag erzielte. Ganz dicht dran an dieser Summe waren noch zwei kleine Wildschweine aus Bronze. gespendet von Ulrich Jakobi, die 350 Euro erzielten. Die Veranstalter konnten am Ende des Tages durchaus zufrieden sein, denn insgesamt kamen 9.450 Euro für den guten Zweck zusammen.



